Biken im Winter - so motivierst du dich

Biken im Winter - so motivierst du dich

Ja, der vergangene Sommer war richtig richtig gut - von Juni bis Oktober hatten wir nahezu konstant ideale Bedingungen zum biken. Es war weitgehend trocken, die Trails daher schnell und griffig und jederzeit für eine neue Bestzeit zu haben. Die Temperaturen waren angenehm warm und mit lässig luftigem Outfit jederzeit bereit, spontan eine Runde auf dem e-MTB anzugehen.

 

Jetzt ist es kalt, dunkel und feucht und damit ist die Motivation, biken zu gehen, fernab jener in der Sommerzeit. Wie du es mit einfachen Mitteln trotzdem schaffen kannst, dich regelmäßig auf dem e-MTB zu bewegen, möchte ich dir in diesem Artikel näherbringen.

 

Da ich das ganze Jahr über auf dem e-MTB unterwegs bin, kenne ich das Problem mit der fehlenden Motivation in der kalten Jahreszeit nur zu gut. Vor allem nach so einer grandiosen Bikesaison 2018 mit monatelangen perfekten Bedingungen ist es heuer zeitweise sehr schwierig, den Aufstieg auf‘s Bike zu finden.

 

Da spielen viele kontraproduktive Faktoren eine Rolle: Zum einen bilden die äußeren Bedingungen eine Barriere – es ist kalt, ungemütlich und die Tage sind kurz. Je nachdem, was für einem Job ihr nachgeht, ist es zum Feierabend hin meist schon wieder dunkel, womit die Couch näher liegt als der Sattel. Ist dann doch einmal Wochenende und es ergibt sich ein Zeitfenster von wenigen Stunden, ist zumeist der innere Schweinehund so groß, dass dieser durch seine Dominanz das Geschehen bestimmt. Es ist aber auch so herrlich bequem, Netflix zu aktivieren, anstatt den eigenen Geist und Körper.

 

Es gibt jedoch einige einfache Mittel, bzw. Voraussetzungen, welche das Biken im Winter ungemein vereinfachen.


Die Erkenntnis und Erfahrung, dass Bewegung guttut.

Falls dir die innere Einstellung dazu fehlt, überhaupt den e-Mountainbike-Sport im Winter zu praktizieren, dann erinnere dich daran, wie gut es im Sommer getan hat. Du gehst raus, powerst dich aus und kommst ausgeglichen und zufrieden wieder nach Hause.

 

Du weißt, dass du etwas Sinnvolles getan hast und dabei auch noch Spaß hattest. All dies ist ebenso im Winter möglich, du weißt es - dann tu es!

Biken im Winter - so motivierst du dich

Sei Stolz auf Dein e-MTB und zeige dich.

Das e-MTB bringt ja, wie wir alle wissen, den ungemeinen Vorteil mit sich, dass es durch den Elektromotor beim Pedalieren unterstützt. Dies macht uns relativ unabhängig davon, wie unser aktueller Trainingszustand ist oder wie die äußeren Bedingungen sind. Egal, ob Schnee, Matsch oder Frost – wir können uns sicher sein, dass wir mit unserem Bike dorthin fahren können, wo wir wollen.

 

Nutze diese Eigenschaften, mache sie dir bewusst und geh raus in den Wald - die Wahrscheinlichkeit, Frust und Enttäuschung zu erleben, sind sehr gering. Im besten Fall triffst du unterwegs auf Gleichgesinnte und der gemeinsame Sport verbindet und man kommt ins Gespräch. Ich jedenfalls treffe im Winter im Wald auf mehr e-Mountainbiker als klassische Retrobiker - vermutlich aus genau diesem Grund.


Bereite dich optimal vor.

Biken im Winter - so motivierst du dich

Absolut wichtig ist es, das Bike optimal auf eine Ausfahrt vorzubereiten. Nichts ist dem inneren Schweinehund dienlicher als ein Bike in verwahrlostem Zustand: Die Kette ist nicht geschmiert, du willst los und findest das Kettenöl nicht gleich oder es ist leer – Gefahr: Tendenz zu Couch und TV.

 

Genauso verhält es sich bei der Ausrüstung wie Kleidung, Schuhe, Brille etc. Schau, dass alles sauber und funktionsfähig ist, damit du dich schnell und unkompliziert in Schale schmeißen kannst, wenn es losgehen soll: Du findest die Brille nicht und die Schuhe sind so stark verdreckt, dass du beim Anziehen sofort dreckige Finger bekommst – Gefahr: Couch & TV.

 

Typisch ist auch ein unvollständig geladener Akku. Der innere Schweinehund versucht dich hier mit folgender Frage auf die Couch zu zwingen: „Reicht die Akkukapazität überhaupt für meine Runde?“ Daher immer daran denken: vor jeder Tour Akku vollladen und bei Raumtemperatur lagern. Es macht übrigens richtig Spaß, am Abend vor der Ausfahrt alles schön zu richten und dann zu wissen, es kann am nächsten Tag direkt losgehen! Probiere es aus!


Gehe zu Fuß den Trail ab.

Falls du dir darüber im Klaren bist, dass Aktivität etwas Gutes ist und Spaß macht, du jedoch noch nicht aufs Bike kommst, dann kann es hilfreich sein, den Haustrail einfach einmal abzulaufen. Im besten Fall nimmst du noch eine große Handsäge mit, um evtl. Äste, die vom letzten Schneebruch auf dem Weg liegen, schnell beiseiteschaffen zu können. Während der Begehung des Trails kannst du Dir in Ruhe alle interessanten und anspruchsvollen Stellen genau ansehen und dir überlegen, welche Linie du fahren willst oder ob sich gar neue Variationen ergeben könnten. So hast du etwas für Geist und Körper getan und dich parallel dazu mit Zwischenzielen (Inspektion der Schlüsselstellen auf dem Trail) für die nächste Ausfahrt vorbereitet. Die Motivation, das nächste Mal das Bike zu nehmen, sollte auf jeden Fall gestiegen sein.


Letztes Mittel - Kauf Dir was Schönes Neues und nutze es

Konsum funktioniert fast immer. Also kauf dir etwas schönes Neues zum Biken und nutze diese Anschaffung, um die Motivation zu steigern. Dies kann alles Mögliche sein, was mit Biken zu tun hat. Sei es eine schöne Lampe, um auch mal im Dunkeln fahren zu können, oder ein neues Navigationsgerät zum Aufzeichnen oder Abfahren neuer Touren. Der Bikemarkt bietet hier schier unbegrenzte Möglichkeiten. Über neue Gerätschaften bekommst du jeden Schweinehund platt.

Biken im Winter - so motivierst du dich

Nutze soziale Netzwerke, um dich mit anderen zu messen.

Gerade Apps wie Strava oder Garmin Connect eignen sich wunderbar dazu zu sehen, wie Andere aus deinem Umfeld im Winter aktiv sind und was sie dabei so reißen. Konkurrenz belebt das Geschäft und so fällt es auch im Winter nicht schwer, öfters mal aufs e-MTB zu steigen, um ein paar extra Kilometer zu machen oder ein Segment mit einer neuen Bestzeit zu spicken.


Und als Tipp am Rande: Denk nicht zu viel nach, sondern tue es einfach.

Als parallel dazu aufgestelltes Beispiel muss der Sprung von einem hohen Turm in ein Wasserbecken dienen. Du kannst oben stehen und dir minutenlang überlegen, welche möglichen Konsequenzen so ein Sprung mit sich bringen kann oder generell über die Sinnfrage sinnieren. Oder du springst einfach, weil du dich im Vorfeld bereits gut vorbereitet hast und weißt, dass nichts passieren kann und das Gefühl nach dem Sprung prächtig sein wird.

 

reach the mental through the physical

 

... und wer im Winter regelmäßig fährt, ist im Frühling schnell in Topform.


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