Das BH ATom X Pro S, 145 Kilometer und ein vergessenes Ladegerät

Das eMTB Bh Atom X im Praxistest
Udos aufregende Tour über 145 Kilometer in die schwäbische Alb steht bevor!

Cooles Design, cooles Bike: das BH Bikes Atom X

Der Ausflug unseres Badminton Teams ging dieses Jahr zum Illmensee der, schön eingebettet in eine Hügellandschaft, wenige Kilometer nördlich vom Bodensee liegt.

 

133 Kilometer von Esslingen entfernt sagte Komoot - Google prognostizierte 145 Kilometer. Mein Rad war das Atom X Pro-S von BH aus Spanien. Die Atom-X Baureihe fällt mit eigenwilligem Design und sehr durchdachtem integrierten Akku auf. Als Antrieb dient der Brose-S Motor, mit bis zu 90 Nm Drehmoment und 700 Wh Akku. Die Reichweite ist angegeben mit bis zu 150 Kilometern. Ein sehr cooles Design und insgesamt ein sehr cooles Bike.


Im Regen auf die Alb

Freitag früh ging es los:

 

Die Wetterprognose war sehr wechselhaft, daher war das Regencape ebenso wie ein alternatives Outfit im Rucksack verstaut und natürlich auch das Ladegerät nicht zu vergessen.

 

Um 9:30 hieß es dann Abfahrt. Nach wenigen Metern begann es zu regnen und ich nutzte die Chance kurz bei einem Kollegen im Laden anzuhalten, eine Handyhalterung zu montieren und die Regenklamotten im Rucksack weiter nach oben zu bringen. 

Ein verheerender Fehler, wie ich später festgestellt habe.

 

Mit 30 Minuten Pause ging es weiter. Die Sonne schien, aber alles war nass. Natürlich hatte ich bei der Fahrt im Neckartal bis Plochingen bereits nasse Füße. Die Regen Überzieher für die Schuhe haben dann aber schön dazu beigetragen, dass meine Füße den ganzen Tag zwar nass, aber warm geblieben sind. Wer den Effekt kennt, mit Wasser in den Gummistiefeln zu laufen, der weiß was ich meine. Hinter Nürtingen kamen dann nochmal zwei Pausen aufgrund von Regenschauern hinzu, sodass ich nach schöner Durchquerung von Reutlingen, hinter Pfullingen auf der alten Fahrradstrecke, den Albaufstieg nahm. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich meist im ECO Bereich, aber ab und an doch auf Stufe 2 gefahren bin. Bei der Ortsumfahrung von Engstingen begann es wieder zu regnen, sodass ich mich entschieden habe, wenige Kilometer nach Engstingen zurück zu fahren und eine Pause zu machen nicht zuletzt, um meinen Akku nachzuladen.

 

In einer Bäckerei wurde mir dankenswerter Weise erlaubt meinen Akku zu laden. Und jetzt kam der Schock. Das Ladegerät war nicht mehr im Rucksack. Nachdem zeitgleich ein massiver Schauer eingesetzt hatte, kam mir schon der ein oder andere Gedanke, die Tour abzubrechen.


Die schöne Burg Hohenzollern in der schwäbischen Alb.

Ohne Akku: Aufgeben oder Weiterfahren?

Status: Es regnet also sehr stark, meine Restladung beträgt 18% und ich muss noch rund 80 Kilometer fahren. Plus, ich bin oben auf der Alb und muss nach unten. Keine andere Chance, als weiterzufahren. Das aber weitestgehend ohne Unterstützung.

 

Über Trochtelfingen und Mägerkingen vorbei am Lauchertsee. Das Wetter hielt, aber meine Beine zeigten knapp 10 km vor Sigmaringen erste Krampfneigungen. Bei einer Pause habe ich glücklicherweise mit Simone gesprochen. Sie war den Tag über am e-motion Standort in Ravensburg und ist abends zurück zur e-motion e-Bike Welt in Tuttlingen gefahren, wo sie auch zuhause ist. Und sie hatte das richtige Ladegerät für mich dabei.

 

In Krauchenwies, im Gasthof Krone, haben sich unsere Wege gekreuzt und ich konnte meinen Akku beim Abendessen bis auf 27% aufladen. Restfahrstrecke 25km - klar, dass das eng wird, aber es begann auch dunkel zu werden. Gegen 21.15 Uhr bin ich dann am Seehof in Illmensee angekommen. Ziemlich kaputt, aber sehr happy. Es gab sogar noch sehr leckeren, selbst gemachten Most nur zwei Etagen unter meinem Bett. Mein Schlaf in dieser Nacht glich einem komatösen Zustand. 145 Kilometer, 1700 HM aufwärts und 1300 abwärts, 60 Kilometer ohne Motor. Das war die Tagesbilanz.

 

Samstag hatten wir dann, startend vom Höchsten über den Illmensee, eine tolle Wanderung über 17 Kilometer mit einem leckeren Einkehrschwung nach 2/3 der Strecke und einem sehr gemütlichen Abend am Berggasthof Höchsten


Der Rückweg, ganz ohne Hindernisse

Am Sonntag ging es dann auf nahezu derselben Strecke zurück. 100% im Akku und Ladegerät im Rucksack. Bergauf war ich etwas verschwenderischer unterwegs, da ich ja deutlich weniger Höhenmeter hatte. In Trochtelfingen habe ich bei einem leckeren Schnitzel 25% nachgeladen. 20 km vor Zuhause hatte ich noch 10% Akku und so bin ich die letzten 10 Kilometer wieder ohne Motor gefahren, um erschöpft aber happy anzukommen.

 

Mein Fazit:

Das Weiterfahren war definitiv die richtige Entscheidung, denn das BH Bike ist grandios.Es gibt nichts schöneres als e-Bike Fahren und Komoot findet tolle, landschaftlich schöne Routen auch mit dem ein oder anderen Feldweg oder kurzen Trail. Man benötigt ordentlich Strom aber das Fahrgefühl ist unvergleichbar. 


Udo aus der e-motion e-Bike Welt Göppingen

Udo ist Inhaber der e-motion e-Bike Welt Göppingen, wo er seine Leidenschaft für e-Mountainbikes auslebt. Udo fährt am liebsten lange herausfordernde Touren und dabei gerne auf einem Bike von BH Bikes - so wie auf seiner Tour in die Schwabische Alb, wobei er normalerweise auf langen Touren sein Ladegerät mitnimmt