Werden jetzt e-MTBs in alpinem Gelände stark eingeschränkt oder verboten?

Werden e-MTBs in alpinem Gelände jetzt verboten?

Der BUND Naturschutz in Bayern e.V. spricht sich derzeit in einem Diskussions- und Forderungspapier dafür aus, das freie Befahrungsrecht im alpinen Gelände auf geeigneten Wegen für motorisierte Fahrräder stark einzuschränken oder gar zu verbieten:

 

“E-Bikes sind klimafreundliche Verkehrsmittel, die einen wichtigen Mosaikstein zur Verkehrswende darstellen können. Doch im alpinen Gelände, insbesondere in den touristisch intensiv genutzten bayerischen Alpen, entstehen durch E-Bikes völlig neue Raumnutzungsmuster. Bisher kaum genutzte Ruheräume kommen unter Druck. Es kommt zu zunehmenden Konflikten zwischen Wanderern und E-MTB-Nutzern. Die Wegeerosion nimmt zu.“


Die Deutsche Initiative Mountainbike e.V. (DIMB e.V.) sowie das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit vertreten hingegen folgende Sichtweise: Sie stellen die vom BUND attestierte Lärm- und Emissionsbelastung, die Nutzungsintensivierung sowie Fragen der Verkehrssicherheit und des Eigentumsschutzes im Zusammenhang mit Pedelecs in Frage. Diese seien unter diesen Gesichtspunkten unproblematisch; Pedelecs seien nahezu geräuschlos, emissionsfrei und durch die Begrenzung der Tretunterstützung bis maximal 25 km/h auch von der Verkehrssicherheit her ähnlich wie klassische Fahrräder zu beurteilen.

 

Auch die Bundesplattform Wald – Sport, Erholung, Gesundheit (WaSEG) sowie Wander- und Bergsportverbände sehen das Papier kritisch. Insbesondere die Tourismusverbände, DAV und DIMB werben im Gegenteil für das gemeinsame Miteinander in den entsprechenden Regionen.

 

Natürlich hätten eine Einschränkung oder ein Verbot gravierende Auswirkungen zur Folge, denn betroffen wäre unter anderem auch Flussradwege sowie Freizeit- und Pendlerrouten, denn auch diese verlaufen über weite Strecken oftmals auf nicht gewidmeten Feld- und Waldwegen.

 

Warten wir also ab, wie sich das Ganze entwickelt.


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