Schrittgeschwindigkeit mit der Bosch Performance Line

Fahreigenschaften der Bosch Performance Line in niedrigen Geschwindigkeiten

Eine allgemein bekannte Gegebenheit der Bosch Motoren ist die, im Vergleich zum traditionellen MTB niedrige Übersetzungsbandbreite. Bedingt durch die Bauart der Bosch Motoren befindet sich an der Kurbelwelle nur ein Kettenblatt. Bei e-MTB meist ein Blatt mit 38 Zähnen, bzw. bei den neuen Performance Modellen ein 15er Blatt. 

Da das Kettenblatt der Bosch Performance Line aber 2,5x schneller dreht als die eigene Trittfrequenz kommen wir hier auch wieder auf etwa 38 Zähne im direkten Vergleich.

Die Erfahrungen in der Vergangenheit waren so, dass man sich vor allem beim steilen Bergauf fahren zusammen mit motorlosen Mountainbikern schwer tat, niedrige Geschwindigkeiten um die 6km/h zu fahren.

 

Genauer gesagt besteht die Problematik darin, die durch die niedrige Übersetzungbandbreite bedingte niedrige Trittfrequenz in steilen Stücken bei langsamer fahrt zu halten. 

Nun gab es hier in der Vergangenheit, unter dem Motor der ersten Generation, mehrere Möglichkeiten.

Bosch Performance Line e-MTB Motor mit kleinerem Kettenblatt

Am einfachsten (wenn mitunter auch der sozial unverträglichste Kompromiss) man fährt seinen Kollegen einfach bis zur nächsten Ebene davon. Denn höhere Geschwindigkeit bedeutet hier eine höhere Trittfrequenz und somit eine bessere Ausdauer.

Als weitere Möglichkeit hat sich die Montage eines kleineren Kettenblatt erwiesen. Dies bringt natürlich wieder den Nachteil mit sich, dass bei höheren Geschwindigkeiten nicht mehr unterstützend getreten werden kann. Zudem ist dies bei den Bosch Motoren der neuen Generation nicht mehr möglich, da bei einer Verwendung kleiner als 15 Zähne die Kette auf dem Spider-Ring (Spezielle Mutter zur Fixierung der Kurbelwelle) aufliegt.

Erfahrene Hobbymechaniker haben es auch schon geschafft, ein zweites Kettenblatt samt Umwerfe mit dem Bosch Motor der ersten Generation zu vereinen.

 

 

Nun haben wir uns den Sachverhalt unter dem neuen Bosch Performance Motor angeschaut.

Hierzu haben wir ein kleines Video aufgenommen, welches dokumentiert, dass sich mit dem neuen Motor niedrige Geschwindigkeiten bei geringer Trittfrequenz um die 50 Umdrehungen pro Minute durchaus dauerhaft realisieren lassen.

Eine Erklärung bezüglich des besseren Fahrverhaltens im Uphill begründet sich unserer Meinung darin, dass der neuen Motor mit 60 Nm ein höheres Drehmoment hat. Ferner bewirkt das 2,5x schneller drehende Kettenblatt einen leichten Nachlauf. Dieser wirkt sich positiv an den Totpunkten beim Pedalieren aus. die Totpunkte werden sozusagen beinahe aufgelöst womit sich ein fließender Tritt ergibt.

 

Wie sind eure Erfahrungen mit dem neuen und alten Bosch Motor in solchen Situationen?

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