e-MTB Antriebe 2019 im Überblick

e-MTB Motoren 2019

Kurz vor der Eurobike haben zahlreiche Hersteller der breiten Öffentlichkeit ihre Neuheiten präsentiert. Das meiste Interesse wecken da - neben neuen Modellen - auch immer die Antriebe und Antriebskomponenten. An dieser Stelle möchten wir einen kurzen Überblick geben, was sich im e-Bike-Antriebsmarkt in der Saison 2018/2019 so getan hat und worauf ihr euch freuen könnt!

 

Mittelmotoren dominieren das Bild des modernen Pedelecs. Der Wechsel vom klassischen Nabenmotor hin zum effizienteren Tretlagerantrieb zeichnete sich bereits 2010 mit Einführung des Bosch Classic+ ab. Waren bis Dato Hecknaben-Antriebssysteme der Standard in der noch jungen und überschaubaren Pedelec-Welt, so überzeugten Mittelmotoren fortan durch eine günstige Gewichtsverteilung im Fahrrad sowie einer besseren Energienutzung durch die interne Übersetzung im Antrieb zwischen Tretlagerachse und Elektromotor.

 

Heute haben Nabenmotoren ein Nischendasein, die Entwicklung bewegt sich primär im Bereich der e-Bike Mittelmotoren. So, los geht es mit den neuen Motoren von Brose und Shimano. Dem TQ Systems Mittelmotor werden wir einen eigenen Beitrag widmen.

Brose Drive S Mag

Brose Drice S Mag

Nachdem Brose im vergangenen Jahr die optimierte Version 1.3 auf den Markt brachte, gibt es nun eine weitere Entwicklungsstufe des vor allem in e-MTBs verbauten Antriebs. 

Mit dem Drive S Mag bekommt die Produktfamilie Brose Drive einen vierten Antrieb.  Durch ein innovatives Magnesiumgehäuse ist er 15 Prozent kleiner sowie 500 Gramm leichter als die bisherigen Varianten und erzielt eine noch höhere Leistungsdichte.  Eine weitere Optimierung der Software und eine neue Elektronik ermöglichen eine Unterstützung von 410 Prozent. Die Maximalleistung von 90 Newtonmeter lässt sich über einen größeren Bereich hinweg abrufen.

 

Mit dem Brose Drive S Mag erfüllen wir die Ansprüche sehr sportiver E-Biker. 

Gleichzeitig unterstützen wir die Hersteller dabei, das Fahrradgewicht weiter zu reduzieren.

So können sie den Trend zu leichteren E-Bikes vorantreiben“, erklärt Dr. Joachim Volland, Leiter Brose Antriebstechnik.

Brose Drive S Alu Mag
Brose Drive S Alu vs Brose Drive S Mag

Innovativer Fahrmodus „Flex Power Mode“ 

Der Drive S Mag ist mit einer zusätzlichen Unterstützungsstufe ausgestattet. Hier kombiniert Brose zwei neue Softwarefeatures: Durch die Drehmoment- und Drehzahlgesteuerte Unterstützung Cadence Power Control (CPC) können E-Biker bei hohen Kadenzen bis zu 30 Prozent mehr Leistung nutzen. Die neuentwickelte, pedalabhängige Unterstützung Progressive Pedal Response (PPR) liefert ein noch schnelleres Ansprechverhalten. „Die unmittelbare Leistungsabgabe des Brose Drive S Mag ermöglicht ein agileres Anfahren am Berg und ein noch spritzigeres E-MTB-Fahrerlebnis. Mit diesem ‚Leichtgewicht‘ meistern E-Biker auch steilste Anstiege und extreme Herausforderungen souverän“, betont Volland.

Brose Service Tool

Brose: neues Händler-Tool

Neue Wege geht Brose mit einer eigens entwickelten digitalen Anwendung für Händler und Werkstätten. Das neue Service Tool ermöglicht künftig eine schnelle sowie präzise Diagnose und  Wartung von Antrieben. Das Besondere an dem Handlertool: Die Motorkonfiguration kann beliebig oft umgestellt werden, vor einer Alpentour beispielsweise können die Unterstützungsstufen mit mehr Power versehen werden, zurück im Alltag wechselt man wieder in die Standardeinstellung. Eine Testversion wurde auf der Eurobike vorgestellt, die Einführung ist Mitte 2019 geplant.

 

Daten zum Brose Drive S Mag

Drehmoment - 90 Nm

Unterstützung - 410 %

Gewicht - 2,9 kg

Shimano E-7000

Auch Shimano einen neuen Antrieb im Portfolio, welcher sich zwischen den bestehenden Modellen STePS E-6000 und dem E-8000 ansiedelt. Dementsprechend ist die Namensgebung mit E-7000 logisch nachvollziehbar und daher leicht einzuordnen. Ausgelegt ist das neue 7000er Modell auf die Zielgruppe der sportlichen e-Radler wie e-Mountainbiker oder Tourer in bergiger Topografie.

 

Der Shimano E7000 ist nicht nur leichter als sein bekannter großer Bruder, er arbeitet auch mit weniger Geräuschentwicklung und soll über der 25 km/h-Grenze weniger spürbaren Motorwiderstand haben.

Die Begleitelemente des eigentlichen Antriebs kommen im Vergleich zur E-8000 Serie etwas reduziert daher. Die Bedieneinheit am Lenker ist ein klassischer Multi-Taster, das Mini-Display ist nun mit einer einfachen schwarz/weis Anzeige ausgestattet. Funktionell sind nahezu alle Gegebenheiten des großen 8000er Modells vorhanden. So gibt es die bekannten drei Unterstützungsstufen, welche über die Smartphone App einfach angepasst werden können. Über die Ant+ und Bluetooth Schnittstelle lassen sich ext, Geräte wie Pulsmesser in das Shimano e-Bike System integrieren.

Mit dem Wireless Modul EW-ES100 lassen sich die e-Bike-Fahrdaten auf externen Displays wie etwa klassische Smartphones oder bestimmte Navigationsgeräte anzeigen. Dies sorgt für ein aufgeräumtes Cockpit und spart Gewicht.

 

Bei der Akkukapazität gibt es Varianten zwischen 418 Wh und 504 Wh, erhältlich sind diese sowohl als externe wie auch als Interne Variante.

 

Daten zum Shimano STEPS E-7000

Drehmoment - 60 Nm

Leistung - 500 Watt in der Spitze,

Gewicht - 2,8kg


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